Logbuch: 1. Stunde Auf der Insel des Erzählens und Ordnens

Logbuch ⛵️⚓🏝🗒✏️, 1. Tag auf der Insel des Erzählens und Ordnens

Letzte Woche haben wir die 5. Insel unserer Piratenreise hinter uns gelassen und so sind wir heute weiter gesegelt und haben den Anker vor der 6. Insel geworfen – der Insel des Erzählens und Ordnens. Hier leben GESPENSTER! 

Aber keine Sorge – sie sind nicht besonders unheimlich (so hab ich meine Piratenkinder gleich beruhigt).
Es sind ganz freundliche Gespenster, die ich auf meinen früheren Piratenreisen schon oft auf ihrer Insel besucht habe.
Und sie lieben Geschichten! Und alles, was man sortieren und aufräumen kann. Es ist ja auch die Insel des Erzählens und Ordnens.

Dieses Mal sind wir weder mit unseren Beibooten vom Schiff zur Insel übergesetzt, noch haben wir uns mit unseren Kanonen rübergeschossen (wie an unserem ersten Tag auf der 4. Insel): Stattdessen haben wir uns einen “wandernden Steg” gebaut.

“Der wandernde Steg” ist ein super Kooperationsspiel, bei dem die Kinder aus Teppichfliesen einen “Steg” durch den Raum bauen, um von der einen Seite zur anderen zu gelangen. Dafür müssen sie richtig gut zusammenarbeiten. Wie das Spiel genau geht, habe ich >> hier schon mal genauer beschrieben.

Auf der Insel angekommen, mussten wir erstmal unser Gepäck in Ordnung bringen, denn all die Geschichten, die ich als Gastgeschenk für die Gespenster eingepackt hatten, waren völlig durcheinander geraten. Und so konnten wir sie den ordnungsliebenden Gespenstern natürlich nicht übergeben… Darum mussten die Geschichten erstmal alle wieder aufgeräumt werden.

Für das Spiel “Jetzt wird aufgeräumt!” bekommen die Kinder paarweise oder in Kleingruppen Bildergeschichten-Kartensets (mit je 5-6 Karten), die sie in die richtige Reihenfolge bringen und dann mit Klammern an einer Schnur befestigen. Im Anschluss erzählen sie “ihre” Geschichte dann dem Rest der Piratenmannschaft.

Ein einfaches Spiel – und doch steckt so vieles drin: Um die Bilder hinsichtlich ihrer zeitlichen Abfolge analysieren zu können, müssen die Kinder erstmal das Dargestellte erfassen und mit ihrem Erfahrungswissen abgleichen: Ein Bild zeigt z.B. ein Kind, das eine Blume in einem Blumentopf gießt, ein anderes, wie dasselbe Kind einen Samen in die Erde steckt. Was ist wohl zuerst passiert?

Manchmal haben die Kinder auch ganz unterschiedliche Assoziationen und Interpretationen der Bilder – dann heißt es, sich auch die Sichtweise des/der Anderen anzuhören und gemeinsam abzuwägen, welche Interpretation der Bilder am stimmigsten ist.
Und auch im Nacherzählen der Geschichte für den Rest der Gruppe liegen einige Förderaspekte:
Eine Handlung für die anderen gut nachvollziehbar in Worte zu fassen, ist ja gar nicht so einfach. Und ist man zu zweit, muss man sich abstimmen: Wer erzählt was? Oder erzählt nur eine*r und der/die andere zeigt die entsprechenden Bilder

Ich finde es immer wieder sehr spannend zu beobachten, wie unterschiedlich die Kinder mit dieser Aufgabe umgehen.

Weil uns das Aufräumen ganz schön erschöpft hat, versammeln wir uns danach um ein gemütliches Lagerfeuer. Zum Ausruhen kommen wir aber nicht, denn bei dem Spiel “Lauf ums Feuer” kommen die Kinder ganz schön ins Schwitzen. 

„Lauf ums Feuer“ ist übrigens eines unserer absoluten Lieblingsspiele aus der Piratenreise

Dabei wird die Geschichte einer Hexe vorgelesen, die mit ihrer Zauberfeder ein Messer herbei zaubern wollte, um ihren leckeren, saftigen Apfel aufzuschneiden. 

Aber leider gelingt es ihr immer wieder nicht und statt eines Messers zaubert sie alles Mögliche herbei – Papier, Watte, Knete, eine Muschel,… 

Die Kinder sitzen dabei im Kreis um unser Lagerfeuer herum und halten einen Gegenstand in der Hand, den ich ihnen gerade gegeben habe. Ihre Aufgabe: Immer wenn “ihr”Gegenstand in der Geschichte genannt wird, müssen sie schnell aufstehen und eine Runde um das Lagerfeuer herumlaufen und sich dann wieder auf ihren Platz setzen.

Für manche Kinder eine echte Herausforderung und damit eine super Fördersituation. Denn auch hier steckt so viel drin: Aufmerksamkeit, Zuhören, Abwarten, Impulskontrolle, exekutive Funktionen wie Impulskontrolle Arbeitsgedächtnis und (wenn man die Gegenstände in einer zweiten Runde tauscht), kognitive Flexibilität. Und noch viel, viel mehr!

Und vor allem: Es macht so, so, so viel Spaß! Die Kinder können immer gar nicht genug davon kriegen.

Ich auch nicht.

Nach diesem turbulenten Laufspiel gab es am Ende der Stunde noch ein ruhiges Ratespiel und dann war unser erster Tag auf der Insel des Erzählens und Ordnens auch schon vorbei.

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