FÜR DICH: Die Mini-Piratenreise zum Kennenlernen:

Logbuch: 2. Tag auf der Sinne-Insel

Die zweite Stunde der Sinne-Insel ist eine meiner Lieblings-Piratenstunden: Die Spiele machen einfach so Spaß und gleichzeitig steckt so viel drin!

Schwerpunkt der Stunde liegt ja auf dem Sehen und als erstes haben wir gestern darum gemeinsam unsere Augen „aufgeweckt“. Das war schonmal sehr witzig. Z.B. nur die Augen hin und her zu bewegen und nicht den Kopf fanden alle Piraten richtig schwer. Beim abwechselnd-nur-ein-Auge-Zukneifen mussten wir dann ziemlich lachen (vor allem meine Piraten über mich): Es ist einfach so lustig, wenn man selbst glaubt, dass man das eine Auge schon wirklich ziemlich gut zukneift und mit dem anderen Auge auch noch gut gucken kann und die Kinder dann knallhart feststellen „Nee, dein eines Auge ist gar nicht richtig zu und das andere hast du auch nicht besonders weit auf!“. Ich krieg das mit meinem linken Auge einfach nicht hin.

Mit dem Bewegungsspiel „Bunte Ecken“ haben wir dann auch noch den Rest unseres Körpers wach gemacht. Meine Mannschaft war total kicherig drauf dabei und wir sind sehr ausgelassen zu Musik durch den Raum getanzt. Bei Musikstopp mussten die Kinder immer schnell einen bestimmten farbigen Baustein aus einem Reifen in eine der vier, mit den Farben Rot, Gelb, Grün und Blau markierten Raumecken bringen (z.B. „Schnappt euch einen Baustein der Farbe eurer Piratentücher.“).

Foto Bunte Ecken

Das hat meine Gruppe heute super gemeistert.
Ein Junge hat sich selbst und mit Einverständnis der Gruppe zum Kontrolleur ernannt und die Foto-Vorlage geschnappt und überwacht, ob die anderen das korrekt abkleben. Ihm ist natürlich sofort aufgefallen, dass das mittlere Zimmer im Vergleich zu den anderen viel breiter geworden ist als auf der Vorlage – die Gruppe hat sich dann aber in Abstimmung mit dem Gespenst darauf geeinigt, dass das in Ordnung so ist. Allein dieses gemeinsame Abkleben zu beobachten und die Absprachen der Kinder anzuhören hat mir schon so viel Spaß gemacht.

Dann haben wir unsere Erkundungsreise auf der Sinne-Insel fortgesetzt. Der Sinne-Zwerg hat uns freudig begrüßt und uns berichtet, dass wir nicht die einzigen Piraten sind, die ihn auf seiner Insel besuchen: Manchmal kommen auch 5 Brüder vorbei, die sich total ähnlich sehen und die er immer verwechselt. Er hat uns Bilder von ihnen gezeigt und wir haben ihm erstmal geholfen, die Unterschiede besser zu erkennen – die Kinder haben das ganz toll beschrieben und dann fand es auch der Zwerg nicht mehr so schwer. Schließlich haben die Kinder dem Zwerg noch gezeigt, dass sie die 5 Brüder auch in weiter Entfernung noch unterscheiden können – sie haben richtige Adleraugen!

Foto Adleraugen
Foto Wasserblumen

Beim nächsten Spiel „Wasserblumen“ wurde es für mich dann besonders spannend, denn das Spiel ist einfach perfekt, um zu beobachten, wie fit die Kinder in verschiedenen Bereichen der visuellen Wahrnehmung und Verarbeitung sind: Dabei müssen sie aus einem Reifen bunte Formen (= „Wasserblumen“) herausfischen – es gibt Dreiecke, Vierecke und Fünfecke in verschiedenen Farben und Größen (groß und klein).

Drei Würfel entscheiden darüber, welche Form, in welcher Göße und Farbe aus dem „See“ herausgefischt werden darf. Die meisten Kinder haben das super geschafft. Eines hatte etwas Schwierigkeiten eine bestimmte Form zu erkennen, wenn sie von einer anderen halb verdeckt ist (dafür braucht es die kognitive Fähigkeit des sogenannten „Gestalt-Schließens“). Einem anderen Kind fiel es ziemlich schwer, die drei Merkmale (Form, Farbe, Größe) im Kopf zu kombinieren und zu einer ganz bestimmten gesuchten Form zusammenzufügen. Denn abgesehen von mehreren visuellen Aspekten brauchen die Kinder für dieses Spiel auch die Fähigkeit, ihre Gedanken innerlich zu sortieren, um die einzelnen Merkmale zu kombinieren. Auch sprachlich steckt da viel drin: Schafft es das Kind die einzelnen Aspekte auch sprachlich zu verbinden? Sagt es „Ich suche Dreieck, rot, klein“ oder schon „Ich suche ein kleines, rotes Dreieck.“? Das ist nicht nur in punkto Beobachtung super, sondern auch eine prima Fördersituation: Als Käpt’n kann ich ja Sprachmodell sein und die Merkmale in einem Satz miteinander verbinden. Vielen Kindern gelingt es dann schon, die beobachtete Struktur zu übernehmen.

Ja, und in Bezug auf Impulskontrolle und Selbstregulation gibt das Spiel auch nochmal richtig viel her: Im Kreis abzuwarten, bis ich selbst an der Reihe bin, kann ja eine ziemliche Herausforderung sein. Ich habe zu Beginn erklärt, dass die Kinder reihum würfeln und eine „Wasserblume“ aus dem Wasser fischen dürfen. Und gleich bewusst mit eingeführt, dass alle Kinder, die nicht dran sind, aber natürlich mitsuchen dürfen. Nur laut sagen, wie die gesuchte Form ist, wenn sie sie entdeckt haben, bevor das Kind, das gerade an der Reihe ist sie gesehen hat – das sollen sie NICHT. Denn jede:r, der oder die dran ist, möchte ja die Chance haben, die Blume selbst zu entdecken. Wer von den anderen die gesuchte Blume gefunden hat, darf den Gedanken in der Faust ganz doll festhalten, damit er nicht rausrutscht. Das haben die Kinder super angenommen und immer wie verrückt ihre Fäuste verschlossen – während des ganzen Spiels hat kein Kind vorgesagt! Als das Kind, das gerade dran war, die Blume dann gefunden hatte, hab ich dann immer noch gefragt, wer sie ebenfalls entdeckt hat – damit die Kinder sich noch drüber freuen können, dass sie sie auch gesehen haben.

Mit dieser Methode habe ich in den letzten Jahren immer wieder sehr gute Erfahrungen gemacht. Gerade Kindern mit Schwierigkeiten in der Impulskontrolle (auch in meiner diesjährigen Gruppe hab ich solche Kinder) kann es sehr helfen, wenn sie ihren Gedanken, symbolisch festhalten und mir und den anderen gleichzeitig anzeigen können, dass sie auch etwas wissen: So werden sie mit ihrem Erfolg gesehen und können gleichzeitig lernen, dass es auch wichtig ist, andere zum Zug kommen zu lassen.

Eigentlich wäre am Ende der Stunde noch eine Entspannung geplant gewesen, aber das haben wir diesmal gar nicht mehr geschafft.

Am Ende auf dem Schiff hab ich die Kinder noch gefragt, was sie vermuten, welcher Sinn nächste Woche dran ist (Hören und Sehen hatten wir ja nun schon). 4 Kinder glauben, es wird um’s Schmecken und Riechen gehen (ich hatte schon angekündigt, dass diese beiden Sinne zusammen an einem Tag auf der Insel dran sind), 2 Kinder denken, es wird das Fühlen sein. Na, mal sehen!

Lust auf mehr? Hier sind 3 Möglichkeiten, wie es weitergehen kann:

Klecks hellgelb
Schatzkiste

Die Erklärung zum Spiel „Wasserblumen“ inkl. Erklärvideo und Materialvorlagen findst du übrigens in unserer Schatzkiste. Hier kannst du sie dir für 0,- angeln.

Klecks hellgelb
Schatzkiste

Die Erklärung zum Spiel „Wasserblumen“ inkl. Erklärvideo und Materialvorlagen findst du übrigens in unserer Schatzkiste. Hier kannst du sie dir für 0,- angeln.

Klecks rot
Ausprobieren!

Finde mit der Mini-Piratenreise heraus, ob die Piratenreise zu dir und deiner Einrichtung passt.

Klecks rot
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Klecks dunkelblau
Podcast-Folge: Geschichten vom Piratenschiff

Zu dieser Insel haben wir eine ganze Podcast-Folge aufgenommen und erzählen dir von unseren Abenteuren auf der Insel der Sinne.

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