Neues vom Piratenschiff 09-2018

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Neues vom Piratenschiff:

Mit der Piratenreise ins letzte Kitajahr starten – wie die Eltern beim Infoabend mit an Bord geholt werden

Ein zentraler Aspekt der Piratenreise ist die enge Zusammenarbeit mit den Eltern, welche zum Ziel hat, sie von Anfang an in die Förderung ihrer Kinder einzubeziehen. Der vor Beginn des Projekts stattfindende Infoabend ist ein wichtiges Instrument, um die Eltern gleich zu Beginn gezielt als Experten für ihre Kinder anzusprechen und für eine Vernetzung der Förderinhalte in denPapierschiff2 Alltag zu gewinnen. Darum war uns die konzeptionelle Gestaltung des Infoabends in der Entwicklung des Programms ganz besonders wichtig. Neben einer Vorstellung des Förderprogramms und seines Aufbaus, steht daher insbesondere eine Aktivierung der Eltern im Vordergrund, weshalb wir auch den Einstieg entsprechend konzipiert haben: Die einleitende Frage „Welche Fähigkeiten benötigt Ihr Kind aus Ihrer Sicht, um gut in der Schule klarzukommen?“ spricht die Eltern direkt an und lädt sie ein, sich selbst Gedanken zu machen. Dabei vermittelt die Frage bereits eine Wertschätzung des bzw. ein Interesse am Gegenüber, der Subtext lautet: „Wir glauben, dass Sie Ihr Kind am besten kennen und einschätzen können, was es besonders braucht.“
Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder sehr gute Erfahrungen damit gemacht, die Antworten der Eltern auf Karteikarten zu sammeln und zur Visualisierung an eine Wand zu heften oder in der Mitte auf dem Boden auszulegen. Alternativ können die Eltern auch selbst auf zwei bis drei Karten Stichworte zu Fähigkeiten notieren, die ihnen für den Übergang in die Schule wichtig erscheinen. Dann lesen sie reihum ihre Karten vor und können ihren Gedanken noch kurz erläutern.
Es kann hilfreich sein, die Karten beim Auslegen/Anheften auch bereits ein wenig nach Themenbereichen zu sortieren: „Selbstvertrauen“, „Selbstständigkeit“ und „Mut“ z.B. sind sozial-emotionale Aspekte, „Aufmerksamkeit“ und „Konzentration“ kognitive Fähigkeiten und „sich gut ausdrücken können“ und „Wortschatz“ lassen sich dem Bereich Sprache zuordnen. Auf diese Weise wird den Eltern bereits auf rein visueller Ebene deutlich, dass ihr Kind in der Schule sehr viele unterschiedliche Fähigkeiten benötigt, die weit über rein fachliche Kompetenzen, wie z.B. „erstes Zählen“ oder „erste Buchstaben und Zahlen kennen“ hinausgehen. Wir arbeiten auch gern mit dem Bild des „Haus der Schulfähigkeit“, in dem die verschiedenen Entwicklungsbereiche noch einmal als Bausteine angeordnet sind, die allesamt wichtig sind für ein stabiles Haus – ohne ein breites Fundament (Körper und Sinne), wäre die gesamte Architektur unsicher. Ebenso hat jeder (Entwicklungs-)Baustein seinen Platz im Haus und eine wichtige Bedeutung für das Lernen: Sprache, sozial-emotionale Fähigkeiten und kognitive Fähigkeiten sind ebenso wichtig wie spezielle schulische Vorläuferfähigkeiten (wie die lautliche Bewusstheit oder mathematische Vorläuferfähigkeiten)… All diese Fähigkeiten bilden gemeinsam die Voraussetzung für das Lesen-, Schreiben- und Rechnen lernen, welches wir im „Dach“ des Hauses anordnen.

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Auf der Grundlage eines solchen „Haus-Bildes“, welches so auf dem Boden oder an der Wand entstehen kann (zum Schluss kann z.B. über den nach Entwicklungsbausteinen sortierten Karten mit Klebeband ein Dach abgeklebt werden), können die Inhalte und Ziele der Piratenreise kurz erläutert und den Eltern mithilfe der Visualisierung besser verständlich werden. Natürlich sollte unbedingt auf eine einfache, für alle gut verständliche Sprache geachtet werden. Ebenso wichtig ist uns, dass die Eltern mit all ihren Wortmeldungen und persönlichen Gedanken gehört werden, darum gibt es keine „falschen“ Antworten. Denn um alle Eltern anzusprechen ist es wichtig, vom mitunter hohen Ross des pädagogischen Expertentums herabzusteigen und eine Atmosphäre des gegenseitigen Interesses, der Achtung und der Gleichwertigkeit bzw. Gleichberechtigung zu schaffen.
Unserer Erfahrung nach gelingt es auf die beschriebene Weise gut, die Eltern für die verschiedenen Entwicklungsthemen zu sensibilisieren und sie von Anfang an als Experten für ihr Kind ins Boot zu holen und ihnen mit Achtung und Aufmerksamkeit gegenüberzutreten. Durch das gemeinsame Sammeln von Entwicklungsthemen sind sie selbst aktiv beteiligt an der Formulierung von Entwicklungszielen für ihr Kind. So wird eine Begegnung auf Augenhöhe möglich, welche Türen öffnen kann und die Eltern ermutigt, sich ihre eigenen Ressourcen bewusst zu machen und eigene Unterstützungsmöglichkeiten für ihr Kind zu finden.
Der Infoabend bildet somit den Ausgangspunkt für eine intensive Zusammenarbeit bzw. eine Bildungspartnerschaft mit den Eltern. Denn eine umfassende Förderung der Kinder kann niemals durch eine lediglich 1x pro Woche stattfindende Piratenstunde gewährleistet sein. Die Familie ist als zentraler Bildungs- und Lernort der Kinder von größter Bedeutung. Wenn im Zuge der Zusammenarbeit die Förderschwerpunkte aus den Piratenstunden in den Kita-Alltag und in die Familie vernetzt werden, ziehen alle am selben Strang und können die Kinder so gemeinsam für den Übergang in die Schule stärken.

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