Hintergrund 09-2018

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Hintergrund

„Bildungspartnerschaft“ – ein neuer Schlüsselbegriff in der frühen Bildung

Der Begriff „Bildungspartnerschaft“ hat sich in den vergangenen Jahren im Zuge eines sich verändernden Verständnisses von Elternarbeit entwickelt. Während früher die Fachkräfte der Kita eher als alleinige Fachkräfte wahrgenommen wurden, denen in Bezug auf eine pädagogische Förderung der Kinder eine gewisse Verantwortungshoheit zugeschrieben wurde, hat sich dieses Bild in den vergangenen Jahren geändert. Dies hat insbesondere damit zu tun, dass die Forschung seit den 1960er Jahren immer wieder belegen konnte, welch große Bedeutung der Familie als Bildungs- und Lernort zukommt (vgl. Prof. Dr. mult. Fthenakis).
Dies hat zur Folge, dass sich auch der Blick auf die Rolle der Eltern im Kita-Alltag gewandelt hat: Die wissenschaftlichen Belege für den großen Einfluss der Eltern auf die Bildung und Entwicklung ihrer Kinder bringt auch eine größere Verantwortung der Eltern mit sich: nicht allein die Kita trägt die Verantwortung, den Bildungsweg des Kindes positiv zu gestalten – der Perspektivenwechsel bringt die Eltern stärker „in die Pflicht“ sich aktiv am Bildungsprozess zu beteiligen.
Für die Pädagoginnen und Pädagogen der Kitas birgt dies die Herausforderung, die Eltern enger in ihre Bildungsarbeit einzubeziehen. Denn wenn der Bildungs- und Entwicklungsprozess des Kindes  an mehreren Orten stattfindet – eben besonders in Kita und Familie – erscheint es nur sinnvoll und folgerichtig, dass beide zusammenarbeiten, um gemeinsam und mit Blick auf eine gute Entwicklungsunterstützung die bestmöglichen Bedingungen zu schaffen, die das einzelne Kind für seine Entwicklung braucht. In der Umsetzung kann sich dies mitunter durchaus als schwierig erweisen – möglicherweise begegnen sich hier unterschiedliche Haltungen, Erwartungen und Ziele in Bezug auf das Kind und seine Förderung. Um auch mit Unterschieden und Widersprüchen umgehen zu können, beinhaltet der Begriff der „Bildungspartnerschaft“ darum insbesondere den Ansatz der Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung, der gegenseitigen Akzeptanz und Wertschätzung. Vor diesem Hintergrund kann es den pädagogischen Fachkräften gelingen, den Eltern „auf Augenhöhe“ zu begegnen und einen ressourcenorientierten Blick auf die Eltern und Familie zu entwickeln. Voraussetzung für eine intensivere Mitwirkung der Eltern am Bildungsprozess ist jedoch, dass die Eltern von den pädagogischen Fachkräften über die Entwicklungsbedürfnisse der Kinder informiert werden. Denn nur wenn die Eltern die Bedeutung eines bestimmten Entwicklungsthemas verstehen, können sie eigene Ideen für eine Förderung ihrer Kinder innerhalb der Familie entwickeln. Im besten Fall gelingt es den Pädagoginnen und Pädagogen auf diese Weise, die Familie als wesentliche Ressource zu aktivieren und so gemeinsam als Partner den kindlichen Bildungsweg positiv zu beeinflussen.

Der Begriff der „Bildungspartnerschaft“ war auch für die Konzeption der Elternarbeit im Rahmen der Piratenreise für uns mitbestimmend: Ein zentrales Anliegen der Piratenreise besteht in der frühen Aktivierung der Eltern für den Förderprozess. Ziel der intensiven Elternarbeit des Programms ist es daher, die Eltern für die Bedeutung wichtiger Basiskompetenzen zu sensibilisieren und sie über die Entwicklungsthemen der aktuell bereisten „Inseln“ zu informieren. Der Infoabend sowie vier Themenelternabende begleiten das Programm und geben den Eltern einen Einblick in die Bausteine der schulischen Basisfähigkeiten. Über eine Mischung aus Selbsterfahrungselementen und theoretischem Input schaffen sie die Verständnisgrundlage für eine aktive Mitarbeit der Eltern in der Förderung. So werden während der Themenelternabende in einer Gesprächsrunde schließlich gemeinsam mit den Eltern Ideen erarbeitet, wie die aktuellen „Inselthemen“ zu Hause aufgegriffen und weitergeführt werden können. Indem die Themenelternabende wie auch die individuellen Entwicklungsgespräche ein gemeinsames Erarbeiten von Unterstützungsmöglichkeiten in den Vordergrund stellen, bieten sie vielfältige Möglichkeiten für den Aufbau einer kontinuierlichen Bildungspartnerschaft.

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