Neues vom Piratenschiff 03-2019

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Neues vom Piratenschiff:

Mit der Piratenreise mathematische Grundfähigkeiten fördern

Mathematik ist weit mehr als Zahlen. Mathematische Grunderfahrungen beginnen schon mit den ersten Wahrnehmungen von Dingen, ihren Formen, Größen und Verhältnissen. Kinder haben ein grundlegendes Bedürfnis, die Welt um sie herum zu ordnen und zu systematisieren. „Immer wenn Kinder schätzen, zählen, sortieren, unterscheiden, beurteilen, planen und strukturieren handeln sie mathematisch“, sagen P. Dreyer und R. Schillert („König Plus und Rabe Minus. Zahlen, Formen, Mengen – Kinder erwerben spielerisch mathematische Vorläuferfähigkeiten in Kindergarten und Schuleingangsbereich“, Ökotopia, 2007, S. 8). Die Pädagogin Nancy Hoenisch beschreibt den mathematischen Entwicklungsprozess im Kindergartenalter als eine Brücke, die von der Welt des Konkreten in die Welt der abstrakten Mathematik führt. Als die vier wichtigen Säulen dieser Brücke benennt sie das Sortieren und Ordnen, das Erfahren von Formen, Mustern und Symmetrien, das aktive Erleben des eigenen Körpers im Raum und das Zählen und Messen (Hoenisch, N. zit. in: „Mathematik und Naturwissenschaften“, Ausgabe 15, 11/2007, S. 15. sowie Hoenisch, N.: „Mathe-Kings. Junge Kinder fassen Mathematik an“, verlag das netz, 2004, S. 15ff.) Sie schreibt weiter, dass es die Aufgabe der Pädagogen sei, den Kindern gutes „Baumaterial“ zur Verfügung zu stellen, damit die Brücke solide und sicher wird. Bauen müssen die Kinder ihre jeweils eigene Brücke selbst – nach ihrem eigenen Bauplan und auf ihre eigene, individuelle Weise.
Die Piratenreise schafft vielfältige Erfahrungsräume, in denen die Kinder „Baumaterial“ für den Aufbau ihrer mathematischen Fähigkeiten finden. Hier ein paar Beispiele:

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Im „Garten der bunten Formen“ auf der 3. Insel bspw. helfen sie einer Fee ganz spezielle Blumenbeete anzulegen. Dabei vertieft das Spiel zunächst einmal die zuvor auf der Insel bereits erarbeiteten signifikanten Unterschiede der 3 Grundformen Dreieck, Viereck und Kreis. Zugleich üben die Kinder die Fähigkeit, Regelhaftigkeiten innerhalb einer vorgegebenen Reihe von bunten Formen zu erkennen und zu verbalisieren: „Zuerst kommt ein roter Kreis, dann ein blaues Viereck und dann zwei grüne Dreiecke. Dann kommt wieder ein roter Kreis – hier geht es also von vorne los.“ Die Kinder setzen nun die begonnene Reihe fort. Bei einer Erweiterung des Spiels kann der Piratenkapitän auch einen „Fehler“ in die Reihe einbauen und z.B. einen Form entfernen oder zwei Formen vertauschen …
Bei dem Spiel „Alte Kiste“ auf der 4. Insel sortieren die Kinder unterschiedliche Gegenstände nach ihrer Anzahl und sortieren diese dann in aufsteigender Reihenfolge (1 Kastanie, 2 Löffel, drei Bauklötze, …) in ein großes, in 10 Felder unterteiltes Feld. Allein in diesem einfachen Spiel stecken zahlreiche Aspekte der pränumerischen Kompetenzen: Zunächst kategorisieren die Kinder die verschiedenen Gegenstände beim Heraussuchen nach ihrer Art, vergleichen sie also hinsichtlich möglicher Gemeinsamkeiten und Unterschiede („Es gibt Wäscheklammern, Löffel, Luftballons,…“). Dann zählen sie die jeweils gleichen Gegenstände und üben dabei einerseits die Zahlwortreihe als auch die 1:1-Zuordnung. Im Abzählen steckt zudem der Aspekt der Kardinalität – die zuletzt genannte Zahl beim Zählen bezeichnet die Gesamtmenge der abgezählten Objekte. Sind manche Kinder hier noch unsicher, ist das Modellverhalten des Piratenkapitäns von großer Bedeutung: er zählt mit den Kindern noch einmal gemeinsam, indem er mit dem Finger beim Zählen auf jeden Gegenstand tippt und den Aspekt der Kardinalität gezielt verbalisiert: „1, 2, 3, 4 – wir haben also insgesamt 4 Wäscheklammern!“. Auch der ordinale Zahlaspekt (Zahl als Punkt in einer Reihe) wird am Ende dieses Spiels erfahrbar, wenn die Kinder ihre Gegenstände einem bestimmten Feld zuordnen („Die 4 Wäscheklammern legen wir jetzt in das 4. Feld.“).
Auf der 6. Insel setzen sich die Kinder beim „Gespensterhäuser bauen“ intensiv mit geometrischen Formen und mit dem Halbieren und Verdoppeln auseinander. Dabei lernen sie etwas über den Zusammenhang von Teilen zu einem Ganzen (die beiden Hälften von etwas sind immer genau gleich groß!). Auch sammeln sie Erfahrungen mit geometrischen Formen: Halbiere ich z.B. ein Quadrat, entstehen immer entweder Dreiecke oder Rechtecke.

Bei all diesen Spielsituationen ist es von großer Bedeutung, dass die Kinder durch ein selbstständiges Tun ihre eigenen Erfahrungen sammeln können. So können sie Hypothesen aufstellen, diese überprüfen und daraus Erkenntnisse ziehen – ein wichtiger (Lern-)Prozess, dessen Ergebnisse viel nachhaltiger sind, als wenn ihnen ein mathematischer Sachverhalt lediglich gezeigt oder erklärt wird. Dementsprechend hat bereits Konfuzius vor gut 2500 Jahren festgestellt:
„Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich.“
Die Piratenreise gibt viele Anregungen für ein selbstentdeckendes Lernen der Kinder. Ebenso wichtig ist jedoch ein gemeinsames sprachliches Aufarbeiten und Reflektieren der gemachten Erfahrungen. Denn die Sprache ermöglicht es erst, eine bestimmte Erfahrung auf eine andere, ähnliche Situation zu übertragen.
Einen guten Überblick über die verschiedenen mathematischen Grundkompetenzen sowie Anregungen, wie diese spielerisch im Alltag gefördert werden können, findet ihr in einem interessanten Artikel zum Thema „Numeracy“ von Prof. Dr. Mandy Fuchs unter diesem Link.

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