Logbuch 1. Tag auf der Insel der Farben und Formen

Neue Insel! Für die Einstiegsrunde zum Inselthema hatte ich eine Menge Alltagsgegenstände mitgebracht, die die Formen Dreieck, Viereck und Kreis enthalten. Die Kinder haben sofort nach der Form sortiert. Ein Mädchen meinte zu einem Spielgeldschein „Das ist aber kein Viereck, das ist doch ein Rechteck!“ 🧐. Ich hab gleich nachgefragt, woran sie das erkannt hat und sie konnte das der Gruppe prima beschreiben. Als wir die Ecken noch einmal gemeinsam gezählt haben, konnten wir feststellen, dass der Geldschein aber auch ein Viereck ist 🤔. Ein Rechteck ist also ein besonderes Viereck! Anhand eines Bausteins konnte ich den Kindern dann zeigen, dass es auch noch andere besondere Vierecke gibt, z.B. das Quadrat. Diesen Begriff kannten die Kinder noch nicht (müssen sie ja auch gar nicht im Vorschulalter).

Das Aktionsspiel der Stunde war das „Ecken würfeln“: Zuerst haben die Kinder selbstständig ein großes Quadrat auf dem Boden abgeklebt und sich dann auf die vier Ecken verteilt. Dann habe ich mit einem großen Schaumstoffwürfel gewürfelt und die Kinder sollten immer genau so viele Ecken weiterlaufen (hüpfen, rückwärts gehen, im Krebsgang kriechen,…), wie der Würfel anzeigt. Das hat prima geklappt 👍! Damit hatte ich gar nicht gerechnet – in meinen bisherigen Gruppen gab es immer mindestens 1 Kind, das mit dem 1:1-Mitzählen der Ecken deutliche Schwierigkeiten hatte. Da schienen mir heute jedoch alle recht sicher (allerdings ist das auch wirklich schwer genau zu beobachten, weil die Kinder ja teils paarweise laufen, darum kann ich mich nicht 100%ig auf meinen Eindruck verlassen…)

Dann gab es ein Farb- und Formen-Memory: Unter Pappbechern waren die Grundformen Dreieck, Viereck und Kreis in den Grundfarben Rot, Gelb, Blau und Grün versteckt. Ich hab allerdings nur 8 Paare, also 16 Becher genommen. Eigentlich ist das Spiel mit 24 Bechern geplant, aber das ist WIRKLICH viel und in den letzten Jahren habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass das eigentlich ein bisschen zu schwer ist. Anders als bei einem gewöhnlichen Memory bei dem man ganz verschiedene Motive hat, ist die Formen-Variante nämlich wirklich nochmal deutlich schwerer aufgrund der Ähnlichkeit der einzelnen Elemente („War das jetzt das grüne oder blaue Dreieck, das ich da eben schon gesehen habe…?“ 🤔).

Die Sonnenblumen-Entspannung habe ich Corona-bedingt nicht gemacht, weil mir das zu eng gewesen wäre für die Kinder. Neulich hatte eines der Kinder mich gefragt, wann wir mal wieder was malen am Ende der Stunde (das Wellenspuren und Piraten-Selbstbild malen zu ruhiger Musik auf der 1. Insel fand meine ganze Gruppe sehr schön und gemütlich). Darum habe ich Sonnenblumen-Mandalas 🌻 mitgebracht und so hat unser Stundenabschluss dann wieder zusammengepasst mit dem Bild des riesigen Sonnenblumenbaums auf der Schatzkarte: „Wow, habt ihr sowas schon mal gesehen? Ein Sonnenblumen-Baum!“ Um diesen erstaunlichen Anblick nicht zu vergessen, haben wir den „Baum“ nämlich abgemalt 😏.

Riesig gefreut hat mich, dass die Kinder beim Malen an den „Autotrick“ 🚗✍️ für die Stifthaltung gedacht haben. Einem Kind fällt das zwar noch ziemlich schwer, aber es bemüht sich sehr! Und der Junge, der vor einigen Wochen so begeistert war, als er den Trick ausprobiert hatte und das Malen dann viel leichter ging, hält und führt den Stift jetzt total sicher und ist sehr stolz 😊.

Die Fee der Farben und Formen hat sich heute leider noch nicht blicken lassen, mal sehen ob wir sie nächste Woche treffen…

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